Debattierwettbewerb

Digitale Utopien für Europa

Studierende der Saar-Uni gewinnen den "Utopie-Europa-Preis"

Drei Studierende der Fachrichtung Romanistik der Universität des Saarlandes haben den Debattier-Wettbewerb „Utopie Europa-Preis“ mit dem diesjährigen Thema „Digitale Utopie?“ gewonnen. Das Gewinnerteam mit Héloïse Dardaine, Azyza Deiab und François Van Roekeghem hat sich gegen neun weitere Hochschulteams aus ganz Deutschland erfolgreich durchgesetzt. 

Über die Videoplattform Zoom präsentierten und verteidigten neun Gruppen von Studierenden von Hochschulen aus ganz Deutschland konkrete Ideen für ihre Visionen von Europa mit Blick auf die Digitalisierung. Pandemiebedingt konnte die Veranstaltung nicht wie ursprünglich geplant in der französischen Botschaft in Berlin stattfinden. Die studentischen Teams konnten sich ihr Thema frei auswählen, je nach Interessen, Studiengebieten und eigenen Ideen. Dem Wettbewerb gingen an einigen Universitäten Seminare und Workshops voraus, in denen sich die Studierenden mit der Digitalisierung und europäischen Themen beschäftigt haben. Die Studierenden der Saar-Universität wurden in ihren Wettbewerbsvorbereitungen von Valérie Deshoulières, Professorin für französische Literatur im europäischen Kontext und Leiterin des Institut français Saarbrücken, begleitet und unterstützt.

Das Saarbrücker Team mit Héloïse Dardaine, Azyza Deiab und François Van Roekeghem stellte seine Vision von einer europaweiten Projektwoche an allen weiterführenden Schulen vor, in der jedes Jahr der verantwortungsvolle und risikobewusste Umgang mit digitalen Medien behandelt werden soll. Dafür sollen das Lehrpersonal geschult und externe Experten sowie junge Erwachsene in Freiwilligendiensten herangezogen werden. In Workshops können sich dann die Schülerinnen und Schüler zum einen mit den Sicherheitsfragen in den digitalen Welten beschäftigen, zum Beispiel wie sie ihre persönlichen Daten schützen können oder im Fall von Cybermobbing reagieren sollten.

Zudem sollen sie sich mit den Umweltaspekten der Digitalisierung beschäftigen, etwa wieviel Energie dafür benötigt wird und was mit den Elektronikabfällen passiert. Als weiteres digitales Schwerpunktthema für Schulen schlagen die Saarbrücker Studierenden Gesundheitsaspekte vor, also etwa wie sich die Bildschirmzeit auf den Schlaf auswirkt und inwiefern soziale Netzwerke und Onlinespiele süchtig machen können. Zudem sollen sich die Jugendlichen kritisch mit dem breiten Informationsangebot im Internet auseinandersetzen und lernen, wie man “Fake News” von verlässlichen Informationen unterscheiden kann.

Diese Ideen trugen Héloïse Dardaine, Azyza Deiab und François Van Roekeghem im Wettbewerb mit großem Engagement vor.  In der ersten Debattierrunde konnte das Publikum mitentscheiden, welches Team seine Ideen am überzeugendsten vorgetragen hat. Hier lag das Saarbrücker Team bereits vorne. In der zweiten Runde entschied dann eine prominent besetzte Jury über das Gewinnerteam. Ihr gehörten die Bundestagsabgeordneten Anna Christmann und Manuel Höferlin an, die beide auf digitale Themen spezialisiert sind, sowie Professor Ingolf Pernice, ehemaliger Forschungsdirektor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft, sowie Jörg Wojahn, der die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland leitet.

Die erfolgreichen Studierenden der Fachrichtung Romanistik der Saar-Universität dürfen jetzt ihre Projektidee für eine neue EU-Richtlinie vor der Europäischen Kommission in Brüssel präsentieren.

 

Quelle: Universität des Saarlandes

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